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Haltet, Freunde, eine kurze Weile Auf des Festes hellen
Silberwogen, Daß noch einmal zu erscheinen eile Euch der Freund, der
unlang fortgezogen, Als der junge Lenz im Lande war, Fort zu der
Gewes'nen stiller Schar.
Still und freundlich kommt er aus der süßen Ruh' der ew'gen Nacht
herangegangen, Still und freundlich will er schnell euch grüßen, Noch
sein Lächeln auf den bleichen Wangen, Will noch rasch in eure Freude
seh'n Und zufrieden wieder heimwärts geh'n.
Grüßt das traute Bild nur traulich wieder, Grüßt den Schatten, der euch
nicht erschreckt! Grüßt ihn mit dem Klange seiner Lieder, Der so oft
euch das Gemüt erweckt! Und von euern Kränzen reich belaubt Leget einen
auf sein gutes Haupt!
Mancherlei sind unsers Volkes Gaben; Denn auch mancherlei hat es zu
thun, Und beim harten Ringen, wie zum Ruh'n Muß es einen guten Spielmann
haben, Der, wenn Sichel, Schwert und Hammer klingt, Stets dazu die
rechte Weise singt.
Unser Spielmann war er treu und klug, Meister Wilhelm mit der rechten
Weise, Und sein Sinn wie froher Fahnenflug, Und sein Herz ertönte laut
und leise! Lenz- und sommerlang, sein Spiel zur Hand, Ging er treulich
mit dem Vaterland.
Mit dem Vaterland und allen Freien Ging er stets dem gold'nen Licht
entgegen; Freiheit, Licht und Wohlklang, diesen dreien Galt der Takt von
seines Herzens Schlägen. Was er that, das that er recht mit Fleiß, Und
beim Schmieden war sein Eisen heiß.
Neulich sahen wir in Sommerstunden, Wie der Schnee auf grünen Linden
lag, Von der Last das Aehrenfeld gebunden Niedersank vor seinem
Erntetag; Schlimmes Jahr! so sank der Sänger nieder Hier sein Schatten
noch und seine Lieder!
Ein Gedenken noch und seine Lieder, Alles, was uns bleibt, und doch
genug! Fröhlich heben wir die Fahnen wieder, Und es ruft aus ihrer
Falten Flug Seine Stimme wie in Abendglut: Lebt und singt, doch singet
fein und gut! |