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Wir haben hoch im Bergrevier Den Tannenwald gehauen, D'raus euch in
rot und weißer Zier Das Wanderzelt zu bauen. Herein, was nun die Halle
faßt, O Schweizerkind! Du deutscher Gast! Und wie's im Bergwald kühn
erklang, Laßt rauschen hier den Männersang!
Die grauen Adler schrieen wild, Seit wir zuletzt gesungen, Da ist der
Freiheit Silberschild Gar hell und rein erklungen! Wir kehrten ein ins
eig'ne Herz, Da löst sich jeder Groll und Schmerz, Da hatte sich die
Treu' gelohnt, Der Rat, der stät im Manne wohnt.
Es ward geraten, ward gebraut Auf aller Herren Gassen; Doch jeder
that da, still wie laut, Was er nicht konnte lassen! Ein Mehrer seines
Reichs zu sein, Dünkt sich der Fürst im roten Schein; Wir mehrten nur im
Heimatland Den Menschenwert mit reiner Hand!
Erhebt die Stimmen froh und hell! Ringt um des Preises Schale! Dann
setzt euch an den Purpurquell, Singt abermals beim Mahle! Und singt: das
Land ist eben recht, Ist nicht zu gut und nicht zu schlecht, Ist nicht
zu groß und nicht zu klein, Um drin ein freier Mann zu sein!
Wie grüne Au'n im Firnenschnee In alter Zeit verschwunden, So hat
noch jedes Volk das Weh Des Endes auch empfunden; Doch trotzen wir dem
Untergang Noch langehin mit Sang und Klang! Noch halten wir aus eig'ner
Hand Dich hoch empor, o Vaterland!
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